ASC stellt starke Form unter Beweis!

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ASC Estebrügge – SV Drochtersen/ Assel 3:1

Parallelen zur deutschen Nationalmannschaft unverkennbar!
Hirsch erkannte J. Wegeners Defensiv-Talent schon vor Jahren!

Die Altländer luden zum Spitzenspiel an der Hinterstraße. Die Ausgangsposition war klar. Bei einem DA Sieg sollte die Meisterschaft in der Bezirksliga 4 bereits vorzeitig entschieden sein. Bei einem Heimsieg würde der ASC am vorletzten Spieltag vor der Winterpause bis auf 3 Zähler an den Meisterschaftsfavoriten aus Drochtersen heranrücken und sich selbst ein kleines Polster auf den schwächelnden drittplatzierten Stinstedt erarbeiten. Auch die wiedererstarkten Hedendorfer sollte man, nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase, noch nicht abschreiben im Kampf um die Aufstiegsplätze.

Wiedereinmal zahlreich strömten die Zuschauer in den Estesportpark um „Die Mannschaft“ auf dem Weg zu einem weiteren Dreier zu unterstützen. Neben den Ultras die heute von Lover Palm angeführt wurden, welcher eine Karriere als Pizzabecker anstrebt und täglich „Mundfein“ speist, fand sich auch Buxtehudes „Bankheizungsmonteuer“ Hahn am Sportplatz ein. „Ich glaube ich fahre besser wieder, jedesmal wenn ich hier bin verliert der ASC!“ gab er sich vor dem Spiel skeptisch. Pizzabecker O. Palm beschlichtigte sofort! Ich hab gestern fünf Pizzen nach Estebrügge ausgeliefert und keine nach Drochtersen, da brennt nix an heute.“ Fünf Minuten später zeigte sich auch „Schiffseigner“ Siebum, mit frisch frisiertem „Scham“Haar, erstmals im Estebrügger Sportpark, dabei scheint der Grund seines Besuchs lediglich in neue „Tinder“ Gebiete vorzustoßen am Spiel selbst zeigte er wenig Interesse und schien das ausgetragene Sportspiel nicht wirklich zu verstehen.

Drochtersen reiste ohne van Huffel an, dafür mit dem Oberligaerfahrenen D. Gröne. Der das sei vorweggenommen blass blieb.

Coach Köpke musste umbauen! Schliecker war nach Shanghai aufgebrochen um sein „Harrem“ um sich zu scharen, P. Rieper rückte von der Sechs auf die Schliecker Position und M. Rieper verletzte sich unter der Woche am Oberschenkel! Für ihn verteidigte hinten rechts J. Wegener mit neuer Frisur! J. Wegener hinten rechts? Da war doch was!? Richtig! Da war Stinstedt! 0:4 nach 20. Minuten! Alle Tore fielen über die rechte Abwehrseite von „Fred“! Abwehrrecke Brandt und ASC Urgestein Eckl hofften vor dem Spiel, „bitte kein Deja-vu!“ J. Wegener selbst sprach nach dem Spiel von vorrausgegangenen unruhigen Nächten. Seliger der erst am Samstag vom Inselurlaub zurückkehrte und zwei Wochen nicht trainierte rückte direkt in die Startelf. Auf Hirschs Nachfragen, wie er das gemacht habe, antwortete er abgeklärt „jeden Tag eine Kurzmitteilung an den Trainer und mit Strandläufe den „Pampelmusenkörper“ in Form gehalten.“ Wenn man nun weiß das der Urlaub mit Bruder und Laufwunder M. Seliger verbrachte wurde sollte man besser nicht an die Intensität der Strandläufe denken. Es werden wohl eher Spaziergänge gewesen sein. Ansonsten blieb der Stamm unverändert! Vor dem Ruhepol Walther verteidigten N. Wegener und Ehlers, Capitano Palm, der nach eigenen Aussagen nur 80% seines Leisutngsvermögen abrufen musste, agierte mit „Braunbär“ Seliger auf der Sechs, M. Meyer und Sahinbas bildeten die Flügelzange die vom zentralen kreativen Mittelfeldspieler Hüttmann bedient wurden. Als Stürmer versuchte sich erneut Y. Meyer.

Häufig werden Spitzenspiele von der Taktik geprägt. Nicht so heute! Beide Mannschaften agierten von Beginn an mit offenem Visier. Hüttmann wurde in den ersten 5 Minuten stets rüde angegangen und sollte vermutlich provoziert werden. Er und auch seine Kollegen beeindruckte dies nicht und die „Weißen“ versuchten unbeheligt ihr Offensivspiel aufzuziehen. M. Meyer scheiterte bereits nach acht Minuten nach Zuckerpass vom agilen Hüttmann am Pfosten. Wenig später tat es ihm der gut aufgelegte Capitano Palm gleich und aufgrund einer Abseitsstellung erkannte der gute Unparteiische Wiemann einen Y. Meyer Treffer zurecht nicht an. Drochtersen ließ in Durchgang eins nicht mehr zu, zeigte in einem guten Bezirksligaspiel die reifere Spielanlage und wurde in der Offensive ebenfalls ein ums andere mal gefährlich, ließ jedoch Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft vermissen. So ging es torlos in die Pause.

Lob gebührt heute einmal der Defensive. Speziell die Innenverteidiger um N. Wegener und Ehlers verdienen sich seit Wochen Bestnoten, aber auch P. Rieper biss sich nach anfänglichen Schwierigkeiten mit zunehmender Spieldauer in die Partie und was war mit J. Wegener. Der einstige Torjäger vom Dienst lieferte in der Defensive eine ebenfalls bärenstarke Leistung ab. Zweikampf- und Kopfballstärke wurden ergänzt durch ein gutes Stellungsspiel. Hirschs geschultes Scoutingauge hatte dieses Talent schon Jahre zuvor in ihm schlummern sehen und stärkt sein Selbstvertrauen seitdem mit „aufbauenden“ Presseberichten. Nun endlich scheint Hirsch die Früchte seiner Arbeit zu ernten. Beide Sechser agierten unauffällig und das ist für einen zentralen Spieler vor der Abwehr das nahezu größte Kompliment.

Mit unveränderten Personal ging es in Abschnitt zwei und nach einer blitzsauberen Kombination über Y. Meyer und Hüttmann schlug der Dönerbomber einmal mehr zu und schob zwei Minuten nach Wiederbeginn überlegt ins rechte Eck ein. Fortan wurde es sowohl auf als auch neben dem Platz hitziger. Drochtersen wurde stärker und drückte den ASC in die eigene Hälfte aber immer wieder war an der „weißen Wand“ um Abwehrchef N. Wegener Endstation. Rutschte doch mal „einer“ durch war Keeper Walther zur Stelle. Die Hausherren verlegten sich aufs kontern, vorerst jedoch erfolglos. N. Junge glich nach einem tollen Heber zum 1:1 aus. Die Estestädter zeigten sich keineswegs geschockt und Y. Meyer bugsierte den Ball nach schöner Einzelleistung mit etwas Glück zum 2:1 über die Linie. Die Gästespieler reklamierten und wollten ein Handspiel erkannt haben. Vergeblich und auch zu unrecht! Außenverteidiger von Dolle ließ sich von der nun hitzigen Atmosphäre anstecken und erinnerte mit seiner folgenden Aktion an Frank Rijkaard, Schiri Wiemann schickte den Heißsporn völlig zurecht zum duschen. Zwar hatte der Tabellenführer augenscheinlich weiterhin den höheren Ballbesitzanteil, jedoch schien es eine Frage der Zeit bis der „Estebrügger Straßenbahn“ Express die sich bietenden Räume in zählbares ummünzen würden. Erst scheiterten noch Hüttmann und Sahinbas kurz darauf droschen Seliger und M. Meyer das Leder aus dem Stadion ehe Y. Meyer einen Konter nach exzellenter Vorarbeit seines Bruders, erfolgreich abschloss. Im Gefühl des sicheren Sieges schallte es „Eeeeesssstttteeeebbbbrrrüüüggggeee“ durch den Estesportpark und selbst die Fans auf der Kuchentribüne um G. Wegener und U. Meyer ließen ihren Emotionen freien Lauf!

Es scheint Zufall zu sein, das aktuell im Kino ein Film mit dem Titel „Die Mannschaft“ läuft und den Werdegang einer erfolgreichen deutschen Nationalmannschaft zeigt, dennoch gibt es in Estebrügge viele Parallelen und ähnlich wie in der Nationalmannschaft ist auch in Estebrügge der aktuelle Erfolg als ein Prozess anzusehen der über die Jahre gereift ist. So hat sich in der Estestadt nicht nur baulich auf der Sportanlage einiges verändert, auch haben die Spieler teilweise eine erstaunliche Entwicklung genommen. Vorallem aber ist aus vielen Individuallisten eine Mannschaft entstanden. Erinnert man sich Jahre zurück, so war Hüttmanns Defensivarbeit spätestens an der Mittellinie beendet oder J. Wegener schnauzte seine Kollegen wegen jeglicher Kleinigkeiten an, heute läuft Hüttmann in der 80. Minute einen DA Angriff gekonnt ab, verhinderte so einen Eckball und J. Wegener krempelt nach dem 1:1 die Arme hoch und röhrt wie ein lebensfroher Hirsch auf einer Lichtung „weiter geht’s! Die packen wir noch!“ Beides Beispiele für einen intakten Teamgeist.
Hat sich also einiges getan in der Stadt des Bezirksliga Zweiten! Nur die Straßenbahn scheint in Estebrügge auch weiterhin unbeirrt ihre „Runden“ zu drehen, aber glaubt man Kultfan „Hüggi“ so wird das auch zukünftig so bleiben!

In der kommenden Woche reisen Ehlers und Co zum letzten Spiel des Jahres nach Altenwalde. Zahlreiche Ultras haben Ihre Unterstützung angekündigt.

In diesem Sinne

Bleibt sportlich

Euer
Harry Hirsch

Tore: 1:0 Sahinbas (47.), 1:1 Junge (70.), 2:1 Y. Meyer (75.), 3:1 Y. Meyer (83.)

Kader: Walther, J. Wegener, Ehlers, N. Wegener, P. Rieper, Palm, Seliger, M. Meyer, Sahinbas, Hüttmann, Y. Meyer